In Witten an der Ruhr geboren, studierte die Altistin Ingeborg Danz zunächst Schulmusik an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold. Bereits während des Studiums gewann sie zahlreiche Wettbewerbe.

Auch wenn Ingeborg Danz bereits an verschiedenen Opernhäusern wie u. a. der Staatsoper Hamburg gastierte, so liegt ihr Schwerpunkt im Bereich Konzert- und Liedgesang. Eine besonders enge Zusammenarbeit verband sie lange Zeit mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Helmuth Rilling, wie auch mit Philippe Herreweghe und dem Collegium vocale Gent.

In der Spielzeit 2017/18 ist Ingeborg Danz u.a. in Bachs h-moll Messe in München und Paris, in Bachs Weihnachtsoratorium zusammen mit dem Dresdener Kreuzchor in der Kreuzkirche in Dresden sowie in der Berliner Philharmonie in Dvoraks Stabat Mater zu hören. Die Saison beschließt Ingeborg Danz mit Konzerten in der Elbphilharmonie in Hamburg unter der musikalischen Leitung von Enoch zu Guttenberg.

Im Konzertfach lässt sich Ingeborg Danz nicht auf eine Epoche festlegen. Zu ihrem ständigen Repertoire gehören einerseits spätromantische Werke wie die Symphonien Mahlers, Berlioz' Nuits d'été oder auch Schumanns Faust-Szenen, die Messen Bruckners und Beethovens. Andererseits ist es sicherlich nicht übertrieben, wenn man sie zu den ersten Altistinnen in der Interpretation der Musik Bachs zählt. Nach einer Aufführung der h-moll-Messe mit den Münchner Philharmonikern urteilte ein Münchener Kritiker: "Ingeborg Danz, die derzeit führende Konzertaltistin - wer von dieser "Agnus Dei"-Arie ergriffen wurde, ist verdorben für alle weiteren h-moll-Messen!" So ist Ingeborg Danz auch der Neuen Bachgesellschaft Leipzig als Direktoriumsmitglied eng verbunden.

Ingeborg Danz‘ besondere Liebe gilt dem Liedgesang. Am Klavier begleitet von Michael Gees oder Daniel Heide gibt sie Liederabende, für die sie immer wieder überschwängliche Kritiken erhält.

Ihre Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Herbert Blomstedt, Manfred Honeck, Christopher Hogwood, Philippe Herreweghe, Riccardo Chailly, Heinz Holliger, Ivan Fischer, Ingo Metzmacher und Semyon Bychkov führte sie an die Mailänder Scala, zu den Luzerner und Salzburger Festspielen und zu den großen Orchestern der Welt: dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, den Wiener und Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem DSO Berlin, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra sowie zum National Symphony Orchestra Washington und Chicago Symphony Orchestra.

  

Ihr umfangreiches Repertoire wird auch durch viele CD-Einspielungen dokumentiert, darunter Mozart-Messen unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt bei Teldec, unterschiedliche Aufnahmen mit Philippe Herreweghe bei Harmonia Mundi, Lieder von Johannes Brahms bei hänssler sowie gemeinsam mit der Stuttgarter Bachakademie unter Helmuth Rilling u. a. beide Bach-Passionen, h-moll-Messe und Weihnachtsoratorium – ebenfalls bei hänssler. Bei Brilliant Classics erschien eine dem Gesamtwerk von Johannes Brahms gewidmete Box, darunter eine Lied-CD mit Ingeborg Danz und Helmut Deutsch am Klavier.

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