Leopold Hager

Dirigent

Die expansiven Forte-Episoden wirkten niemals wie aufgesetzt. Im Gegenteil, sie waren Teil eines kontinuierlichen musikalischen Ablaufs. Vor allem aber war die Gestik Hagers, - wie stets bei ihm – in jedem Moment im Einklang mit dem musikalischen Ablauf: präzise, biegsam, locker, dynamisch klug abstufend und Kommendes suggestiv antizipierend.
Loll Weber, Nobel temperiertes Musizieren, in: Luxemburger Wort, 23.11.2015


Hager und das SWR-Sinfonieorchester legen die Genialität dieses sinfonischen Kleinods in schwelgerisch-kernigem Ton offen. Im Unisono der kurzen Durchführung des Kopfsatzes etwa wird spürbar, wie nah hier scheinbare Einfachheit und Radikalität beieinanderliegen.
Alexander Dick, Freund Hein spielt zum (Toten-)Tanz auf, in: Badische Zeitung, 02.11.2015


Neben großen Ruhemomenten über Orgelpunkten und pastoralen Idyllen formte Hager mit wohldosierten Orchesterfarben düstere Abgründe und apotheotische Choralweisen, die in einer triumphalen Finalsteigerung kulminierten.
Julia Stadter, Distanz zur Melancholie, in: Thüringische Landeszeitung, 09.04.2013


Musikalisch gestaltet wurde jedenfalls mit einer bewundernswerten Hingabe, die uns eine Bruckner Realisation bescherte, die in Sachen kommunikativer Überzeugungskraft keine Wünsche offen ließ.
Loll Weber, Leopold Hager mit Bruckners Siebter, in: Luxemburger Wort, 14.01.2013


Leopold Hager hat mit den hoch motivierten Nachwuchsmusikern des Schleswig-Holstein Musik Festival Kammerorchesters eine frisch dynamisierte, schlackenlos vibratoreduzierte Interpretation erarbeitet, die mozartische Transparenz mit klanglicher Wärme auf ideale Weise verbindet.
Peter Krause, Mozart-Opernfragment komplettiert und aufgeführt, in: Welt Online, 24.08.2011