Bejun Mehta

Countertenor

Bejun Mehta begann bereits als Knabe eine internationale Karriere als Solo-Sopran. Nach dem Stimmbruch spielte er Cello und arbeitete als selbstständiger Aufnahmeleiter für Labels wie Sony Classical, Deutsche Grammophon und BMG/RCA, bevor er wieder zum Gesang zurückkehrte. Inzwischen ist der gebürtige Amerikaner einer der international gefragtesten Countertenöre und regelmäßiger Gast an allen führenden Opern- und Konzerthäusern der Welt.

In der Spielzeit 2016/17 ist er „Artist in Residence“ der Dresdner Philharmonie, wo er zur Saisoneröffnung und in drei weiteren Programmen seine Vielseitigkeit als Künstler präsentieren kann, indem er als Sänger auftritt und für zwei Programme selbst die Leitung übernimmt. Neben barocken Solokantaten singt er dort Auszüge aus Oratorien und Opern von Händel und Mozart sowie Dream of the Song, eine für ihn geschriebene Solokantate von George Benjamin, die er im Herbst 2016 ebenfalls mit dem Orchestre de Paris unter Daniel Harding sowie Anfang 2017 mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons in Boston und an der Carnegie Hall in New York aufführt. Im Opernbereich ist er als Hamor in der von Ivor Bolton dirigierten Neuproduktion des Händel Oratoriums Jephtha an der De Nederlandse Opera Amsterdam, als Bertarido in der Händel Oper Rodelinda am Teatro Real Madrid und als Farnace in Mozarts Mitridate, re di Ponto am Royal Opera House Covent Garden London zu erleben. Mit seinem Arien Programm Mi palpita il cor geht Bejun Mehta im Frühjahr 2017 auf Spanien-Tournee.

Interessante Aktivitäten der letzten Zeit waren die Partie Angel 1/Boy, eine speziell für ihn geschriebene Rolle in der Oper Written on Skin von George Benjamin (Aix-en-Provence, De Nederlandse Opera, Royal Opera House), die Uraufführung von George Benjamins Dream of the Song mit dem Königlichen Concertgebouw-Orchester Amsterdam und Benjamin selbst als Dirigenten, die Weltpremiere von Toshio Hosokawas Stilles Meer an der Hamburger Staatsoper (Rolle des Stephan) sowie eine Neuproduktion von Glucks Orfeo ed Euridice unter der Leitung von Daniel Barenboim an der Staatsoper Unter den Linden. Auch bei den Salzburger Festspielen 2016 war er wieder zu hören, in Händels Belshazzar mit der Accademia Bizantina unter der Leitung von Ottavio Dantone und mit seinem Kammermusikprogramm Mi palpita il cor mit dem Barockensemble La Nuova Musica. Neben seinen Engagements als Sänger fängt er inzwischen auch an, Dirigate zu übernehmen, wie etwa während seiner Residenz in Dresden, und gibt Meisterkurse für Gesang, zuletzt beim Young Singers Project im Rahmen der Salzburger Festspiele 2015.

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