Der aus Hall in Tirol stammende Tenor erhielt seine Ausbildung bei Brigitte Fassbaender. Erste Bühnenerfahrung konnte er bereits im Alter von 10 Jahren als Erster Knabe in Mozarts Zauberflöte unter Sir John Eliot Gardiner sammeln. 2007 wurde er erst 23-jährig mit der Eberhard-Wächter-Medaille der Wiener Staatsoper ausgezeichnet.

Zuerst war Martin Mitterrutzner Mitglied des Ensembles am Tiroler Landestheater, bevor er in der Spielzeit 2011/2012 in das Ensemble der Oper Frankfurt wechselte, wo er u.a. als Andres in Wozzeck, als Giannetto in La gazza ladra, als, Iopas in Les Troyens, als Belmonte in Die Entführung aus dem Serail und als Fenton in Falstaff in einer Neuproduktion von Keith Warner zum ersten Mal in einer Verdi-Oper zu erleben war sowie 2014 sein Rollendebüt als Don Ottavio in einer Neuinszenierung des Don Giovanni von Christof Loy gab.

Darüber hinaus bringt die Spielzeit 2017/18 für Martin Mitterrutzner u.a. eine Rückkehr auf die Bühne der Semperoper Dresden als Tamino in Die Zauberflöte, Konzerte in der Tonhalle Zürich, der Londoner Wigmore Hall, der Kölner Philharmonie sowie der Philharmonie in Paris. Außerdem gastiert er an der Bayerischen Staatsoper (La Calisto), dem Festspielhaus Baden-Baden (Die Zauberflöte) und mit einem konzertanten Don Giovanni unter der musikalischen Leitung von Jacob Hrusa und an der Seite von Christian Gerhaher in der Hamburger Elbphilharmonie sowie in Bamberg.

Bisher führten ihn Gastengagements u.a. bereits als Tamino an das Opernhaus in Zürich, zu den Salzburger Festspielen, wo er 2012 als Brighella in Strauss’ Ariadne auf Naxos unter Daniel Harding debütierte und im Sommer 2013 als Ferrando in Sven Eric Bechtolfs Neuproduktion von Così fan tutte zurückkehrte oder an das Theater an der Wien, wo er 2016 erstmals zu hören war.

Als Konzertsolist verfügt Martin Mitterrutzner über ein breit gefächertes Konzertrepertoire, das von der Musik von Bach und Händel, bis hin zu Werken von Benjamin Britten und Sven David Sandström reicht. Als Solist war er beispielsweise schon beim Münchner Rundfunkorchester unter Jun Märkl, bei der Internationalen Bachakademie mit Helmuth Rilling, beim MDR-Chor unter Howard Arman, dem Barcelona Symphony Orchestra, Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Hessischen Staatsorchester unter Marc Piollet, dem Montreal Symphony Orchestra unter Kent Nagano sowie dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst zu Gast.

Auch als Liedsänger konnte sich der junge Tenor bereits einen Namen machen. Seit 2014 arbeitet er mit dem Pianisten Gerold Huber, mit dem er bisher mit Liederabenden an der Frankfurter Oper, in der Kölner Philharmonie, beim Heidelberger Frühling und bei der Schubertiade Schwarzenberg aufgetreten ist.

Überdies zeugen mehrere CD Einspielungen und DVD Produktionen von Martin Mitterrutzners regem künstlerischen Schaffen. 2015 erschien beispielweise bei der Decca die vielumjubelte Neueinspielung von Vincis Oper Catone in Utica unter der Leitung von Riccardo Minasi, die mit mehreren Preisen – darunter auch dem Echo Klassik 2016 -  ausgezeichnet wurde.

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