Sibylla Rubens studierte Konzert- und Operngesang an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Sie war Mitglied der Meisterklasse für Liedgestaltung bei Irwin Gage in Zürich und vervollständigte ihre Ausbildung in zahlreichen Meisterkursen u. a. bei Edith Mathis sowie bei Elsa Cavelti in Basel. Als engagierte Lehrerin und Förderin junger Sänger gibt sie auch selbst Meisterkurse und ist neben ihren Konzertverpflichtungen als Privatdozentin für zahlreiche internationale ProfisängerInnen eine gefragte Kapazität und Anlaufstelle. Sibylla Rubens war für zehn Jahre im Direktorium der Bachgesellschaft Leipzig tätig und leitete von 2014-2016 die Oratorienklasse am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Im Rahmen internationaler Gesangswettbewerbe ist sie regelmäßig als Jurorin tätig, so zuletzt beim Internationalen Bach-Wettbewerb 2016 in Leipzig.

Ihre zu Herzen gehende Stimme, eine natürliche Ausstrahlung und jene einfühlsame Perfektion, mit der sie sich ihr breit gefächertes Repertoire erarbeitet, machen Sibylla Rubens zu einem gefragten Gast im In- und Ausland. Sie konzertierte u. a. mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Philippe Herreweghe (Fauré: Requiem), in der Carnegie Hall New York (Bach: Matthäus-Passion), mit Christian Thielemann bei den Münchner Philharmonikern (Schumann: Requiem und Mahler 8. Sinfonie) und in Montreal mit Kent Nagano (Bach: Weihnachtsoratorium und h-moll Messe). Mit dem Budapest Festival Orchestra unter Ivan Fischer (Mozart: Vesperae solennes) ging sie auf Europa-Tournee und im Frühjahr 2016 mit dem Leipziger Gewandhausorchester und dem Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Gotthold Schwarz auf Asien-Tournee, bei der Bachs Matthäus-Passion zur Aufführung gelang. Auch auf den Konzertbühnen in Baden-Baden, Barcelona, Dresden, Leipzig, Mailand, Madrid, Mulhouse und Saarbrücken ist die Sopranistin zu Gast. Weitere Dirigenten, mit denen sie gearbeitet hat, sind etwa Helmuth Rilling, Jun Märkl, Hartmut Haenchen, Manfred Honeck, Roger Norrington, Herbert Blomstedt, Michael Gielen, Marek Janowski und Riccardo Chailly. In der Spielzeit 2017/18 gastiert sie u.a. mit einem Mozartprogramm beim Rencontres Musicales in Vézelay, zum Reformationstag mit Werken von Graupner, Bach, Rosenmüller, Krieger u.a. beim Bachchor Wiesbaden, mit dem Weihnachtsoratorium von Bach in Kopenhagen beim Danish National Symphony Orchestra (Leitung: M. Creed) sowie beim Orchester der KlangVerwaltung (Haydn: Schöpfung, Bach: Matthäus Passion) unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg in München und Madrid. Außerdem gibt die Sopranistin zwei Konzerte mit dem Gürzenich Chor Köln.

Liederabende liegen Sibylla Rubens besonders am Herzen. Früher begleitet von Irwin Gage und aktuell von verschiedenen Pianisten wie Justus Zeyen, Ulrich Eisenlohr, Götz Payer, Tobias Krampen, Matthias Veit, Daniel Heide, Christoph Hammer und Anthony Spiri, gastierte sie nicht nur beim Mozartfest Augsburg, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Heidelberger Frühling sondern auch in Barcelona, Amsterdam, Nürnberg, Stuttgart oder Köln.

Über 90 CD-Einspielungen für verschiedene Labels, darunter hänssler, Carus und harmonia mundi, zeugen von ihrer künstlerischen Vielseitigkeit. Die jüngsten Aufnahmen liegen bei Deutsche Grammophon (Mozart: Requiem mit Christian Thielemann) und Naxos (Schumann: Lieder and Songs op. 27 und Schubert: Romantic Poets) vor. Bei Oehms-Classics sind die Weltersteinspielung von Humperdinck-Liedern (Gesamteinspielung) sowie Mendelssohns Lobgesang mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Christoph Poppen erschienen. Die neuesten Erscheinungen beinhalten Bachkantaten mit dem Windsbacher Knabenchor sowie Die moralischen Oden von Lorenz Christoph Mizler zusammen mit Klaus Mertens sowie brand aktuell die J.S. Bach Kantaten-Einspielungen auf CD und DVD BWV 198, BWV 98, BWV 92 und die Solokantate BWV 51 Jauchzet Gott in allen Landen mit der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen unter Rudolf Lutz sowie Schuberts As-Dur Messe in der Sonderedition Michael Gielen, Edition Volum 1, SWR>>music.

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