Die mazedonisch-kanadische Mezzosopranistin Ema Nikolovska wuchs in Toronto auf, wo sie Gesang bei Helga Tucker sowie Violine studierte. Ihren Master in Gesang absolvierte sie an der Guildhall School of Music & Drama in London. Im Jahr 2019 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb in 's-Hertogenbosch, den Ferrier Loveday Song Prize (Kathleen Ferrier Awards) und war außerdem Preisträgerin der Young Classical Artists Trust (YCAT) International Auditions. Seit 2019 ist sie ein BBC New Generation Artist, im Herbst 2020 wurde sie Mitglied des Internationalen Opernstudios an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Dort war sie u.a. in der Titelrolle in Humperdincks Hänsel und Gretel und Christian Josts Die Arabische Nacht, sowie in Mozarts Die Zauberflöte oder Rameaus Hippolyte et Aricie zu erleben. 

Der Liedgesang bildet zweifellos den Schwerpunkt in Ema Nikolovskas Schaffen. So trat sie im vergangenen Jahr im Pierre Boulez Saal, in der Wigmore Hall, beim Verbier Festival, bei der Schubertiade Vilabertran, beim Leeds Lieder und Toronto Summer Music Festival sowie im Berliner Konzerthaus auf und arbeitete unter anderem mit Malcolm Martineau, Wolfram Rieger, Graham Johnson, Jonathan Ware, Joseph Middleton, Steven Philcox und Barry Shiffman zusammen. Zu weiteren Höhepunkten ihrer Konzerttätigkeit zählten Strawinskys Pulcinella mit dem Musikkollegium Winterthur unter der Leitung von Barbara Hannigan, ein Live-Mitschnitt eines Konzerts für die Vancouver Recital Society sowie Auftritte bei den BBC Proms in der Cadogan Hall und ihr Debüt bei den Göteborgs Symfoniker unter der Leitung von Barbara Hannigan. Außerdem trat sie als Solistin mit dem BBC Symphony Orchestra auf.

 

In der aktuellen Spielzeit stehen große Rollendebüts auf dem Programm: neben Lucile in Henzes Piccola Cubana ist Ema Nikolovska an der Berliner Staatsoper unter den Linden auch als Octavian (Rosenkavalier) zu erleben. Darüber hinaus gibt sie Liederabende u.a. in der Elbphilharmonie in Hamburg, dem Wiener und Berliner Konzerthaus, bei der Hugo Wolf Akademie in Stuttgart und gibt ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen unter dem Dirigat von Roberto Gonzales-Mojas.