„Den ‚Doppelgänger‘, der sich zu einer unheimlichen Szene auswächst, dürfte ihm nicht so schnell jemand nachmachen.“
Rüdiger Winter, „Darf’s ein Lied mehr sein? Hanno Müller-Brachmann mit Schubert und Weber bei PanClassics“, in: Opera Lounge, Januar 2022

„Hanno Müller-Brachmann beeindruckt mit seiner Textverständlichkeit und hoher Deklamationskunst. Überdies ist die Beweglichkeit seines kraftvollen Bass-Baritons ebenso wie die Differenzierung eindrucksvoll. Den weiten emotionalen Ambitus der Liedsammlung Schuberts gestaltet er mit durchaus passendem expressivem Nachdruck, ohne in Opernpathos zu verfallen.“
Badische Neueste Nachrichten (sws), „Kraftvoller Bass-Bariton“ 15.12.2021

„… und der Bass Hanno Müller-Brachmann an Stimmführung und Schönheit der Artikulation boten, war beispielhaft […] in affektiver Beweglichkeit und durchschlagender Vokalkraft.“
Bernhard Uske „Beispielhafte Heilsgeschichte. Ein großer „Messias“Abend mit der Frankfurter Kantorei.“, in: Frankfurter Rundschau, 14.12.2021

„(Hanno Müller-Brachmann) forciert den klagenden Ton Vers um Vers – das gebrochene Herz legt sich auf die Klangfärbung. Ein inniges, aber nie ad infinitum geführtes innerliches Klagen. […] Müller-Brachmann entäußert sich nicht, er singt nicht große Oper – und wenn, dann nur im Kammerton.“
Alexander Dick, „Die romantische Melodie“, CD-Kritik Schwanengesang, in: Badische Zeitung, 08.10.2021

"Hanno Müller-Brachmann und Heilmann vollziehen Text und Musik mit starker Agogik nach. Wie die große Stimme ihrer Linie einen emotionalen Gehalt gibt, ist erstaunlich. Auch deshalb, weil leidenschaftlicher Ausdruck, Zerrissenheit und Zartheit so dicht beieinander stehen. […] Mit welcher Kunstfertigkeit Sänger und Pianist diese langsame Wendung über fünf Lieder nachvollziehen! Das Verständnis der Künstler füreinander ist groß, die reflektierend-polyphone Textur des Klaviersatzes bei aller Dichte transparent und die Stimme schmiegsam und voller Kraft."
Jens Wehn, "Vom Tod und Hoffnung", in: BNN Sonntag, 25.10.2020

"Hanno Müller-Brachmann singt […] mit mustergültiger Klarheit und mit einer dynamischen Vielfalt und Flexibilität, die aus Schubert´s "Liederkonvolut" veritable Seelendramen entstehen lässt. So versinkt das bang aufflackernde "Kriegers Ahnung" in tiefstem C-Moll, der lockere, fast frühlingshafte Es-Dur-Schwung des "Abschied" bietet eine nur kurze Aufhellung, kontrastiert von der fast schmerzenden, von dem Duo mit verzehrender Hingabe erzeugten Vehemnz des "Atlas" und die gespenstisch todesnahe Schwere des Doppelgänger […] ließ niemanden unberührt."
Claus Dieter Hanauer, "Schubert als Seelendrama", in: Badische Neuste Nachrichten, 18.02.2020

"Brachmann ließ demgegenüber mit einer gewissen starren Schwärze, mit dem bodenlosen Entsetzen, das etwa in der „Revelge“ aus der suggestiven Artikulation des a-Vokals entstand, auch mit dem falschen Optimismus des „Verfolgten im Turm“ keine Wünsche offen."

Markus Schwering, "Brillanz trotz Grippe", in: Kölner Stadtanzeiger, 12.02.2019