"(...) Die beiden talentierten Musiker können bereits auf eine interessante internationale Karriere zurückblicken, und wir werden noch lange von ihnen hören.
(...)Und irgendwie scheint es uns, dass Mildenberger versucht hat, diese Dualität in Mendelssohns Musik in seinem Dirigat zu reproduzieren, angefangen bei den Hebriden: alles ist sehr weich, durchdrungen, poliert. Der Deutsche lockert die Tempi, mildert die Lautstärke und erweckt fast den Eindruck, dass er, dünn und drahtig, Angst hat, von einer übermächtigen Klangwelle vom Podium gefegt zu werden. In Wirklichkeit sind sie wie winzige, präzise Pinselstriche, die ein gewaltiges Gemälde zum Leben erwecken, und alles zielt darauf ab, den stürmischen letzten Höhepunkt vorzubereiten, mit einer fast desorientierenden Wirkung."

Emiliano Michelon, "Milano - Teatro Lirico Giorgio Gaber: LaFil con Daniel Lozakovich e Felix Mildenberger", in: https://www.operaclick.com/recensioni/teatrale/milano-teatro-lirico-giorgio-gaber-lafil-con-daniel-lozakovich-e-felix-mildenber, 24.04.2022

"Felix Mildenberger am Pult der Deutschen Radiophilharmonie, erster Gastdirigent der Filarmonica del Teatro Regio di Torino, führte die Musikerinnen und Musiker zu großen Spannungsbögen mit markanten Steigerungen und dramatischer Wirkung, Er löste dissonante Spannungen auf und zelebrierte bei diesem in spätromanti- scher Tradition stehenden Werk pastose Klänge."

Reiner Henn, "Poesie mit robusten Nebenklängen- Kaiserslautern: Konzert der Deutschen Radiophilharmonie mit dem jungen niederländischen Geiger Niek Baar", in: Rheinpfalz, 07.03.22

Auf dem Podium sticht Mildenbergers anschauliches Dirigat hervor, begeistert und begeisternd zugleich, zum einen durch seine lebendige musikalische Vielsprachigkeit, seine stilsichere Präzision und die Fähigkeit, jede musikalische Referenz an ihren Platz zu rücken, ohne dass die eine die andere überlagert; zum anderen aber auch durch seine erstklassige Dirigiertechnik, die in einem Werk voller Wendungen eine hervorragende Stabilität des Ensembles gewährleistet.“ [F. Poulenc: Suite „Les biches“]

Man muss dem jungen deutschen Dirigenten eine feinfühlige und raffinierte Interpretation bescheinigen, selbst in den Passagen mit hohem sentimentalen Gehalt, weit entfernt von Affektiertheit und Schmeichelei, stets in der Lage, Momente bewegender Dramatik mit Momenten unbeschwerter Gemütlichkeit abzuwechseln. [E. Elgar: Enigma Variations]

Felix Mildenberger bietet eine Lesart der berühmten symphonischen Dichtung Die Moldau, die auf dem Bogen eines klangvollen und emotionalen Crescendos aufgebaut ist, (…) auf einer klar differenzierten Phrasierung (…) und akribischen Arbeit an Farben und Dynamik, die durch die Präzision und Klangfülle der Filarmonica TRT höchst mitreißend ist.“

Viel Applaus und sehr verdiente Standing Ovations.“

(Übersetzt aus dem Italienischen)

Antonino Trotta, „Enigmi e ricordi“, in: https://www.apemusicale.it/joomla/it/recensioni/59-concerti-2021/12116-torino-concerto-mildenberger-filarmonica-trt-15-07-2021, 18.07.21