Julia Fischer Quartett

Ensemble
© Irène Zandel
Deutschland

Im Julia Fischer Quartett kommen vier herausragende Musikerpersönlichkeiten zusammen: Julia Fischer, Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger. Alle genießen sie höchstes Ansehen als Solisten. Gegründet wurde das Quartett 2010 im Rahmen von Julia Fischers Festival am Starnberger See: Hier entdeckten die vier Musiker ihre gemeinsame künstlerische Vision, gegenseitige Sensibilität und eine außergewöhnliche musikalische Chemie.

Heute gastiert das Ensemble auf den führenden internationalen Bühnen, darunter dem Konzerthaus Berlin, dem Prinzregententheater München, der Wigmore Hall London, der Philharmonie Luxemburg, der Tonhalle Zürich und dem Gewandhaus Leipzig. In der Saison 2025/26 geht das Quartett auf große Europatournee von Thessaloniki bis Zürich, von Berlin bis nach London und Tallinn.

Julia Fischer zählt zu den bedeutendsten Geigerinnen unserer Zeit. Ihre Karriere ist geprägt von außergewöhnlicher Vielseitigkeit als Solistin, Kammermusikerin, künstlerische Leiterin und Professorin. Seit ihrem Sieg beim Yehudi-Menuhin-Wettbewerb 1995 musiziert sie mit den weltweit führenden Orchestern und wurde für ihre kulturellen Leistungen mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen geehrt.

Alexander Sitkovetsky, in eine renommierte Musikerfamilie in Moskau hineingeboren, debütierte bereits im Alter von acht Jahren und studierte an der Menuhin School bei Yehudi Menuhin selbst. Er ist gefragter Gast bei großen Orchestern und Festivals und zudem Gründer des preisgekrönten Sitkovetsky Trio.

Nils Mönkemeyer hat sich mit künstlerischer Brillanz und innovativer Programmgestaltung, hochgelobten Aufnahmen für Sony Classical und Kooperationen mit führenden Orchestern weltweit als einer der international erfolgreichsten Bratschisten profiliert und seinem Instrument zu enormer Aufmerksamkeit verholfen. Als gefragter Pädagoge ist er Professor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Der Deutsche Hochschulverband ernannte ihn 2025 zum „Hochschullehrer des Jahres“ – eine Auszeichnung, die erstmals einem Musiker verliehen wurde.

Benjamin Nyffenegger, seit 2008 Solo-Cellist des Tonhalle-Orchesters Zürich, verfolgt parallel eine erfolgreiche internationale Karriere als Solist und Kammermusiker. Seine Aufnahmen mit dem Oliver Schnyder Trio sowie seine Arbeit als künstlerischer Leiter von SeetalClassics und als Co-Künstlerischer Leiter des Boswiler Sommers stoßen auf große Anerkennung.



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  • Wie die vier Künstler sich hier aufwirbelnd gegenseitig antreiben, wie sie phänomenal provokant zwischen heftiger Leidenschaft, feuriger Intensität und inniger Sehnsucht, zärtlichem Verlangen, kindlich-spielerischer Freude oder schmachtendem Schwärmen hin und her changieren, ist schlicht und ergreifend atemberaubend.
  • "Vier brillante junge Solisten fanden zusammen, um Streichquartette zu spielen. Um die Stargeigerin Julia Fischer gruppierten sich Violinkollege und Menuhin-Zögling Alexander Sitkovetsky, der bekannte deutsche Bratscher Nils Mönkemeyer und der vielfach international ausgezeichnete Cellist Benjamin Nyffenegger aus Bern. Julia-Fischer-Quartett nennt sich das Ensemble, das nun in der Tonhalle Werke von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Leos Janácek aufführte. Schon der erste leise Akkord von Beethovens Streichquartett Es-Dur op. 74 „Harfenquartett“ war eine kleine Offenbarung. Nicht immer erlebt man live Streichquartette mit so sauberer Intonation und derart nobler Klangqualität. Und es wird schnell klar, dass vier Musiker, die auch solistisch brillant sind, eine herausgehobene Ensembleleistung zustande bringen. Es gibt ja recht viele gute Quartette, aber selten erlebt man ein solches, in dem jeder Einzelne ein besonderer Instrumentalist ist. Nun birgt die Spontanvergärung auch Gefahren. Auf Festivals ist manchmal zu erleben, wie Stars plötzlich zusammen Stücke spielen, ohne ein homogenes Ensemble zu bilden. Dann hört man brillante Einzelleistungen, aber es entsteht trotzdem kein klares Klangbild. Hier nun ist es anders, hier entsteht höchste Homogenität vierer Glanzlichter."
    Westdeutsche Zeitung
    Lars Wallerang, „Homogenität vierer Glanzlichter“ in: Westdeutsche Zeitung, 2. Februar 2018
  • "Natürlich ist sich Julia Fischer ihrer Rolle als umjubelte Geigen-Diva bewusst, und natürlich lässt ihr der exponiert-virtuose Part viel Raum, ihre unübertroffene geigerische Brillanz, ihren wunderbar reinen Ton und ihre fein abgestufte Phrasierungskunst zum Strahlen zu bringen."
    Die Rheinpfalz
    Markus Pacher, „Gruppenbild mit Dame“, in: Die Rheinpfalz, 1. Februar 2018
  • "Fischer selbst geht nicht mit ihrem geigerischen Starformat hausieren, doch verbergen lässt es sich natürlich nicht vollständig. Etwa, wenn ihr nobler Ton im zweiten Satz des zehnten Beethoven-Quartetts so unaufdringlich wie problemlos den gesamten Saal flutet. Und dann im Presto trotz dynamischer Zurückhaltung brillante Pirouetten dreht. Fischer ist in der Musikszene als Perfektionistin anerkannt - als Primadonna gilt sie hingegen nicht. […] Aus spieltechnischer Perfektion wird Emotion, und selbst die makellose Erste Geigerin Julia Fischer geht dynamisch zunehmend aus sich heraus und nimmt das Ganze menschlich und persönlich. Dass ihr das glänzend steht, bemerkt auch das Publikum."
    Mannheimer Morgen
    Hans-Günther Fischer, „Ehekrach musikalisch umgesetzt“, in: Mannheimer Morgen, 01. Februar 2018
  • „Instrumentalbeherrschung, Intonationsgenauigkeit, Verzierungs- und Vibratokultur und Klangbalance sind heute selbstverständliche Bedingungen, um den jeweils eigenen Charakter, die "Persönlichkeit" der Quartette auszugestalten. Das gilt auch für ein Solistenquartett wie das um die grandiose Julia Fischer. Aus ursprünglicher Kammermusiklust ist in Jahren eine Formation erwachsen, die ihr anfangs solistisches Streben überzeugend in ein vitales Miteinander aus symphonischem Geist verwandelt hat. Welche enormen Ausdrucksenergien die vier entfalten können, zeigte die geradezu ekstatisch aufgeladene Aufführung von LeošJanáčeks 1. Quartett. Die Heftigkeit von Janáčeks fast atemloser Kurzmotivik, die abrupten Wechsel zwischen hysterischem Aufschrei, melodiösem Strömen, rhythmischer Attacke, dazu die überlegene Disposition dieses instrumentalen Gefühlstheaters - es war mitreißend. Ganz anders verstanden sie Franz Schuberts "Rosamunde"-Quartett: als sehnsuchtsvolle Botschaft aus einer so unheilbar traurigen wie schmerzlich schönen Schattenwelt.“
    Süddeutsche Zeitung
    Harald Eggebrecht: „Die glorreichen Vier“, in: Süddeutsche Zeitung, 29.01.2018



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