Christiane Karg

Sopran
© Gisela Schenker
Deutschland (Konzert)

Christiane Karg ist international eine der gefragtesten Sopranistinnen. Von 2008 bis 2013 war sie der Oper Frankfurt als Ensemblemitglied verbunden. Partien wie Pamina, Susanna, Zdenka, Mélisande, Sophie oder die Titelpartie in La Calisto, mit denen sie später an den Opernhäusern von Wien (Staatsoper und Theater an der Wien), Berlin, München, Mailand, London, Chicago, New York, Amsterdam, Antwerpen u.a. sowie bei den Festivals in Salzburg oder Baden-Baden erfolgreich war, sang sie weitgehend erstmals in Frankfurt. An der Hamburgischen Staatsoper, wo sie ihre Laufbahn im Opernstudio begann, war sie neben Mélisande und Pamina auch als Daphne und Contessa, an der Bayerischen Staatsoper als Blanche (Dialogues des Carmélites) und Fiordiligi zu hören. Zuletzt hatte sie großen Erfolg in einer Neuproduktion von Rusalka an der Staatsoper unter den Linden, wo sie auch in der kommenden Spielzeit in der Titelpartie zu erleben sein wird. 

Auf dem Konzertpodium arbeitet die mehrfach ausgezeichnete Sopranistin regelmäßig mit wichtigen Ensembles und Orchestern im In- und Ausland sowie mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Christoph Eschenbach, Marek Janowski, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Yannick Nézet-Séguin, Klaus Mäkelä, Simone Young, Elim Chan, Pablo Heras- Casado, Antonello Manacorda und Kirill Petrenko zusammen.

Die Projekte der aktuellen Spielzeit führen sie u.a. nach Tokyo (Strauss-Lieder mit NHK/Fabio Luisi), nach Kopenhagen (Mozart c-moll-Messe unter Manfred Honeck), nach Bamberg (Mahler Rückert-Lieder unter A.Orozco-Estrada), nach Leipzig und auf Tournee (4.Mahler unter Andriss Nelsons), nach München (Debussy  Le livre de Baudelaire unter John Adams), nach Wien (Operetten-Pasticcio unter Christian Thielemann), nach Rom (Schumann ‚Faust-Szenen‘ unter Daniel Harding), nach Budapest und auf Tournee (2.Mahler unter Iván Fischer) und nach Rotterdam (Fauré Requiem unter Lahav Shani) 

Die Sopranistin studierte am Salzburger Mozarteum bei Heiner Hopfner sowie in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair. Ihre Leidenschaft für den Liedgesang und kammermusikalische Projekte pflegt Christiane Karg in besonderer Weise. Sie ist regelmäßiger Gast bei der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg sowie in der Londoner Wigmore Hall, welche der Künstlerin 2019/2020 eine eigene Residency widmete. Und auch in der Saison 2024/25 gibt es zahlreiche Liedabende u.a. in der Oji Hall in Tokyo, in Stuttgart, Wien/ Musikverein und Berlin/Boulez Saal. Zusätzlich zu ihren zahlreichen Engagements konzipiert und verantwortet sie als künstlerische Leiterin des Festivals KunstKlang eine eigene Konzertreihe in ihrer Heimatstadt Feuchtwangen und setzt sich mit großem Engagement für Musikvermittlung bei Kindern und Jugendlichen ein. Unter ihren zahlreichen Veröffentlichungen seien ‚Parfum‘ mit Orchesterliedern, ‚Erwartung‘ mit Klavierlieder von Gustav Mahler und „Licht der Welt/ A Christmas Promenade“ (Harmonia mundi) genannt sowie die  Arien-Einspielungen Amoretti und Scene! (Berlin Classic). 

Christiane Kargs unverkennbare Stimme ist auf vielen CDs zu hören. Unter anderem wurde im Herbst 2020 die CD "Erinnerung" mit Liedern von Gustav Mahler beim Label Harmonia mundi veröffentlicht. Ihre Aufnahme von "Le nozze di Figaro" unter der Leitung von Y. Nézet-Séguin, ihre CD "Scene!" mit dem Arcangelo Baroque Orchestra unter der Leitung von Jonathan Cohen sowie ihre Lied-CD "Verwandlung - Lieder eines Jahres" erhielten mehrere Auszeichnungen. Zuletzt erschien im Jahr 2021 die CD "Licht der Welt - A Christmas Promenade", die von der Presse hoch gelobt wurde.




11. Juni 2024 - 19:30

Frankfurt am Main, Oper Frankfurt

-: Liederabend

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  • "So bildete Christiane Karg mit dieser Konzert-Arie über eine von widerstrebenden Gefühlen geschüttelte Frau, die von ihrem Geliebten verraten wurde und die Götter um Mitleid anfleht, beim Beethoven-Abend des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Iván Fischer im Herkulessaal in jeder Hinsicht das Zentrum. Wie der junge Beethoven hier trotz aller Vorbilder von Gluck bis Mozart musikalische Expressivität und subtile Durchleuchtung des Textes miteinander verbindet, wird in der differenzierten Nachzeichnung durch Christiane Kargs ebenso schlank wie ausdrucksvoll geführten Sopran zum Ereignis."
  • "Vollkommen war die Kongruenz zwischen Solistin und Orchester, die faszinierende Harmonie in allen Ebenen, die klangliche Schönheit der Stimme mit ihren wechselhaften Ausdrucksmöglichkeiten, die atemberaubenden Höhen, die textgerechte Gestaltung, die nahtlosen Wechsel von Tutti und Solo auf vokaler Ebene." (Mozartfest Würzburg, Christiane Karg und das Ensemble „Il Giardino Armonico“)
  • "Als Liedgestalterin mit Sinn für kluge Zurückhaltung. Überdruck hätte diesen Liedern sofort die Luft zum Atmen genommen. Gestalterische Nuancen, subtile Textauskostung, ein Faible für das Fragile dieser Miniaturdramen, all das lag Karg bestens. Sie gurrte, litt, flirtete, schmachtete, und blieb dabei sicher in jenem halbplaudernden, beiläufigen Tonfall, der diese charmant verträumten Lieder auf kluge Distanz zur ernüchternden Realität hält."
    Hamburger Abendblatt
    Joachim Mischke, „Ein delikater Liederabend mit Karg und Quasthoff“, in: Hamburger Abendblatt, 18.06.2019
  • "Selbstverständlich trägt auch die Sopranistin Christiane Karg an diesem Vormittag in Salzburgs Großem Festspielhaus die Aufzählung vor allem lukullischer Genüsse mit dem nötigen Augenzwinkern vor. Das schönste, schwebendste Pianissimo jedoch hebt sich diese kluge Sängerin für die letzte Strophe auf, wenn es erst wirklich jenseitig wird und es um die "englische" Musik geht, die hier natürlich nichts mit dem United Kingdom zu tun hat, um die wahren Sphärenklänge."
  • "Die Sängerin vermochte ihren zu großem Volumen fähigen, schlackenlos geführten und leuchtenden Sopran bis in Pianissimo-Regionen zurückzunehmen und so eine dynamische Bandbreite zu präsentieren, die ungemein faszinierte. In den farbigen Gesängen von Ottorino Respighi, bei denen zuweilen Puccini nicht weit ist, wusste die Sängerin – ebenso versiert – mit eher opernhafter Attitüde zu gefallen."


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