© Jakob Schad

Jonas Müller

Bariton
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Der Bariton Jonas Müller ist Gewinner des Musikpreises der deutschen Wirtschaft 2025. Die damit verbundene Preisträgertournee führt ihn zum Beethovenfest Bonn, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau Musik Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Heidelberger Frühling und dem Lucerne Festival.

Seit der Spielzeit 2026/27 ist Jonas Müller festes Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Zuvor war er Mitglied des Internationalen Opernstudios der Oper Frankfurt, wo er mit der Partie des Guglielmo in Mozarts Così fan tutte debütierte und außerdem als Yakusidé in Puccinis Madama Butterfly zu erleben war. In seiner ersten Ensemblespielzeit übernimmt er unter anderem die Partien Emireno in Händels Ottone und Marquis de Corcy in Adams Le postillon de Lonjumeau.

Als gefragter Konzert- und Liedsänger zählen zu den Höhepunkten der Saison 2026/27 die internationale Tournee von Bachs Matthäus-Passion mit dem Collegium Vocale Gent unter der Leitung von Philippe Herreweghe. Darüber hinaus ist Jonas Müller mit Mendelssohns Elias in der Isarphilharmonie München zu erleben und unternimmt eine Weihnachtstournee mit der Nederlandse Bachvereniging mit Johann Sebastian Bachs Magnificat sowie dem gleichnamigen Werk von Carl Philipp Emanuel Bach. Mit der Bachakademie Stuttgart ist er ebenfalls in Bachs Matthäus-Passion zu hören. Außerdem wirkt er in einer inszenierten Fassung der Matthäus-Passion nach einem Konzept von Folkert Uhde mit LauschWerk und Concerto Stella Matutina mit. Weitere Projekte umfassen Haydns Die Jahreszeiten mit der Akademie für Alte Musik Berlin und der Audi Jugendchorakademie unter der Leitung von Martin Steidler sowie Konzerte unter anderem in Ingolstadt, beim Rheingau Musik Festival und in Südtirol.

Erste Opernerfahrungen sammelte Jonas Müller 2022 als Conte Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro mit der Kammeroper München im Münchner Cuvilliés-Theater sowie als Lubano in Der Stein der Weisen mit der Hofkapelle München. Die Aufnahme dieser Vorgängeroper der Zauberflöte erschien 2024 bei Sony Classics. 2024 war er bei „Winter in Schwetzingen“ unter der Leitung von Jörg Halubek als Adonis in J. S. Kussers Oper Adonis zu erleben.

Im Konzertbereich arbeitet Jonas Müller mit renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Gewandhausorchester, dem WDR Sinfonieorchester, der Münchner Klangverwaltung, dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen. Dabei musizierte er mit Dirigenten wie Thomas Guggeis, Frieder Bernius, Christoph Poppen, Jos van Immerseel, Hans-Christoph Rademann, Hansjörg Albrecht und Thomaskantor Andreas Reize. Seine Konzerttätigkeit führte ihn unter anderem in die Philharmonien von Berlin, Köln und München, den Herkulessaal, die Hamburger Laeiszhalle, die Hong Kong City Hall sowie das Pavarotti-Freni Theater Modena.

Der Liedgesang nimmt für Jonas Müller einen zentralen Stellenwert ein. Gemeinsam mit der Pianistin Anna Gebhardt war er Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst 2024 der Internationalen Hugo Wolf Akademie. Zudem arbeitete er eng mit dem Pianisten Gerold Huber zusammen und gastierte unter anderem bei der Schubertíada Vilabertran, dem Hindsgavl Festival und im Pierre-Boulez-Saal Berlin sowie mit Pianisten wie Julius Drake, Aris Alexander Blettenberg und Herbert Schuch. Gemeinsam mit dem Gitarrenduo Tomasi-Musso entwickelte er eine neue Fassung von Schuberts Winterreise, deren Aufnahme 2025 bei Oehms Classics erschien.

1999 in Deggendorf geboren, erhielt Jonas Müller seine musikalische Prägung zunächst als Mitglied der „Pueri Cantores Altahensis“ der Benediktinerabtei Niederalteich. Von 2017 bis 2019 studierte er im Pre-College der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Daniela Sindram, anschließend an der HMT München bei Prof. Lars Woldt sowie im Master Konzertgesang bei KS Prof. Christiane Iven. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er in Meisterkursen mit Brigitte Fassbaender, Thomas Hampson, Christoph Prégardien und Ian Bostridge sowie durch die Liedklasse von Prof. Christian Gerhaher an der Hochschule für Musik und Theater München.




1. September 2026 - 12:15

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15. September 2026 - 19:30

Bonn, Kammermusiksaal des Beethovenhauses

-: Liederabend

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11. Oktober 2026

Frankfurt am Main, Oper Frankfurt

Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann: Ottone

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  • Segen des Abends waren die jungen singenden Schauspieler, allen voran Jonas Müller als niederbayerischer Lubano (ein proto-Papageno), Elena Harsányis Lubanara und Sreten Manojlović als Bösewicht Eutifronte, die ihre Charaktere verinnerlichten und aufleben ließen, nicht zuletzt im herrlichen Katzenduett.
  • (…)Jonas Müller als lässig-verkappter, freilich von den Handelnden als eigenbrötlerischer Philosoph wahrgenommener Höhlen-Maestro (…) der seine eben wie mit einem genügenden Zauberhieb vermittelte Kraft durch presslosen, warm-organischen, nützlich eleganten Bariton für sich sprechen und wirken ließ.(…) mit Jonas Müller drei, junge große Talente, die man unbedingt (weiter) auf dem Schirm haben muss.
  • Überragend Jonas Müller als Adonis, der barocke Eloquenz mit der poetischen Eleganz eines Liedsängers zu verbinden weiß.
    Opernwelt
    Uwe Schweikert @opernwelt_magazin, Januar 2025
  • Die Titelpartie wird vom jungen Bariton Jonas Müller gesungen, dessen helles Timbre den glockenklaren Venussopran von Theresa Immerz ideal ergänzt. Wenn sich die beiden zu ihren Melodiebögen auf der Liege räkeln, irisiert das ganze Rokokotheater vor Liebesglut.
    FAZ
    Robin Passon, 26.11.24
  • Jonas Müller erzählte mit seinem feinen, exzellent geführten Bariton und mit großer Prägnanz und Klarheit die Geschickte eines Mannes, den das Ende einer Liebe zunehmend in Selbstmitleid und Depression treibt, dabei in gleichem Maße den Wunsch zu sterben wachsen lässt.
    Süddeutsche Zeitung
    Klaus Kalchschmid, 08.01.2023
  • Mit seiner Flexibilität auch bei den Tempi konnten sich die Sänger:innen gut entfalten und wahrlich beeindrucken. Vor allem die drei Frauen (tutte!) und der als Mitglied des Opernstudios erst am Anfang seiner Karriere stehende Bariton Jonas Müller als Guglielmo. Not to miss! Ein Augen- und Ohrenschmaus.
  • Es ist ein vorzügliches Mozartensemble, das man in Frankfurt aufgeboten hat. Die Frankfurt- und Rollendebüts der georgischen Sopranistin Teona Todua (…) Fiordiligi und dem neuen Opernstudio-Mitglied Jonas Müller, ein feiner, exzellenter Bariton, in der anspruchsvollen Rolle Guglielmos sind schlicht sensationell. Alles in allem ist hier ein Mozart-Ensemble von Seltenheitswert zu erleben.


Verena Vetter

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