Die aus Limburg stammende Sopranistin Julia Kleiter studierte bei Prof. William Workman in Hamburg sowie bei Prof. Klesie Kelly-Moog in Köln. 2004 gab sie ihr Debüt an der Pariser Opéra Bastille als Pamina – eine Partie, mit der sie sich international etablierte und die sie in den folgenden Jahren an führenden Opernhäusern wie der Metropolitan Opera New York, dem Teatro Real Madrid, der Oper Zürich, der Bayerischen Staatsoper sowie bei den Salzburger Festspielen sang. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, Marc Minkowski und Philippe Jordan zusammen.
Mit Künstlern wie Riccardo Muti, Daniel Barenboim, Christian Thielemann, René Jacobs, Ivor Bolton, Fabio Luisi und Andris Nelsons erarbeitete sich Julia Kleiter ein außergewöhnlich breites Opern- und Konzertrepertoire. Zu ihren prägenden Rollen zählen heute insbesondere die Marschallin in Der Rosenkavalier, Agathe in Der Freischütz, die Contessa in Le nozze di Figaro, Donna Elvira in Don Giovanni, Rosalinde in Die Fledermaus sowie jüngst Antonia in Les contes d'Hoffmann. Zu den wichtigen Stationen der vergangenen Jahre gehören Engagements an den Staatsopern in Berlin, Wien und München, der Hamburgischen Staatsoper, der Semperoper Dresden sowie am Opernhaus Zürich und am Théâtre de la Monnaie in Brüssel.
Die Saison 2026/27 beginnt mit einer Tournee von Mahlers Rückert-Liedern mit dem Ukrainian Freedom Orchestra unter der Leitung von Keri-Lynn Wilson. Im Beethoven-Jahr bildet die Musik des Komponisten einen zentralen Schwerpunkt von Julia Kleiters Konzertengagements: Dazu zählen Aufführungen der Missa solemnis in Paris, Stockholm, Frankfurt und Zürich, Beethovens 9. Symphonie mit Christian Thielemann in Berlin sowie zum Saisonabschluss eine Tournee als Leonore in konzertanten Aufführungen von Fidelio mit dem Monteverdi Choir & Orchestra unter Pablo Heras-Casado. Weitere Höhepunkte sind Brahms’ Ein deutsches Requiem in Cleveland unter der Leitung von Petr Popelka, Mendelssohns Lobgesang beim Rheingau Musik Festival mit der Dresdner Philharmonie sowie Mahlers 4. Symphonie und Bergs Sieben frühe Lieder im TivoliVredenburg Utrecht und im Concertgebouw Amsterdam.
Auf der Opernbühne kehrt Julia Kleiter zum Jahreswechsel als Rosalinde in Die Fledermaus an die Wiener Staatsoper zurück. Am Theater an der Wien übernimmt sie die Titelpartie in der Neuproduktion von Beethovens Leonore in der Regie von Stefan Herheim. Zudem singt sie die Contessa in Le nozze di Figaro an der Hamburgischen Staatsoper.
Auch als Liedinterpretin ist Julia Kleiter international gefragt. Sie gastiert regelmäßig in der Londoner Wigmore Hall, beim Heidelberger Frühling, den Schubertiaden in Schwarzenberg, Hohenems und Vilabertran sowie im Berliner Pierre Boulez Saal. Gemeinsam mit Christian Gerhaher war sie mit Hugo Wolfs Spanischem Liederbuch unter anderem bei den Salzburger Festspielen, in London, Madrid und Heidelberg zu erleben; zuletzt folgten gemeinsame Schumann-Programme in London, Hohenems und München. In der Saison 2026/27 ist sie außerdem mit Liederabenden an der Seite von Julian Prégardien und Sir András Schiff in Hamburg und im Wiener Musikverein sowie mit Julius Drake in Berlin und Madrid zu hören.
Zahlreiche CD- und DVD-Einspielungen dokumentieren ihr künstlerisches Schaffen, darunter Lieder von Franz Liszt mit Julius Drake sowie ihre Beiträge zur Schumann-Gesamtaufnahme bei Sony.