Die schottische Mezzosopranistin Catriona Morison begeistert mit ihrer farbenreichen Stimme und ihrer ausdrucksstarken Musikalität. Als vielseitige und international gefragte Künstlerin ist sie gleichermaßen auf der Konzert- wie auf der Opernbühne zu Hause. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht vom Barock bis zur Spätromantik. Wärme, vokaler Reichtum und eine intensive Ausdruckskraft prägen ihre Interpretationen und haben ihr internationale Anerkennung bei Publikum und Presse eingebracht.
Zum Saisonauftakt 2026/2027 ist sie in Tokio mit dem Tokyo Symphony Orchestra unter Lorenzo Viotti in Franz Schmidts Das Buch mit sieben Siegeln zu erleben. Es folgen Elgars Sea Pictures mit dem Orchestre National de Lyon und Nikolaj Szeps-Znaider im Auditorium de Lyon. Anschließend gastiert sie gemeinsam mit der Tonhalle Düsseldorf und Ádám Fischer mit Mahlers Sinfonie Nr. 3 in Spanien, bevor sie zum Hong Kong Philharmonic Orchestra zurückkehrt, um unter Tarmo Peltokoski Mahlers Sinfonie Nr. 8 zu singen.
Mozarts Requiem bildet einen weiteren Schwerpunkt der Saison: Catriona Morison tritt damit unter Trevor Pinnock mit dem Mozarteumorchester Salzburg sowie unter Manfred Honeck mit den Münchner Philharmonikern auf. Die Zusammenarbeit mit Manfred Honeck setzt sie außerdem mit Mendelssohns Elias im Wiener Musikverein und Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra fort; weitere Aufführungen mit den Wiener Symphonikern im Wiener Konzerthaus schließen sich an. Mit Paavo Järvi und dem Tonhalle-Orchester Zürich kehrt sie für Beethovens Sinfonie Nr. 9 ebenfalls zu langjährigen musikalischen Partnern zurück.
Bei den Osterfestspielen Salzburg setzt Catriona Morison ihre Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern und Kirill Petrenko im Ring des Nibelungen fort. In Kirill Serebrennikovs Neuproduktion von Die Walküre gibt sie dabei ihr Rollendebüt als Fricka. Zum Abschluss der Saison folgt ein doppeltes Debüt an der Semperoper Dresden: Als Adriano in Wagners früher Oper Rienzi ist sie erstmals an diesem Haus und in dieser Partie zu erleben. Die Neuproduktion von Eva-Maria Höckmayr steht unter der musikalischen Leitung von Patrick Hahn.
Gustav Mahlers Musik nimmt seit mehreren Jahren einen besonderen Stellenwert in Catriona Morisons Konzertrepertoire ein. Innerhalb einer einzigen Saison führte sie seine Sinfonie Nr. 2 auf vier Kontinenten auf – ein eindrucksvolles Zeichen für die zentrale Bedeutung, die Mahlers Musik in ihrem künstlerischen Schaffen einnimmt. Ihr Konzertrepertoire umfasst darüber hinaus bedeutende Werke von Bach, Händel, Mozart, Beethoven und Verdi sowie Lieder von Alma Mahler, Chaussons Poème de l’amour et de la mer und Schönbergs Gurre-Lieder. 2019 gab sie unter Elim Chan ihr Debüt bei den BBC Proms mit Elgars Sea Pictures. Seither arbeitete sie mit zahlreichen renommierten Orchestern zusammen, darunter die Berliner und Wiener Philharmoniker, das BBC Symphony Orchestra, die Bamberger Symphoniker, die Wiener Symphoniker, das NDR Elbphilharmonie Orchester, das Pittsburgh Symphony Orchestra, das NHK Symphony Orchestra, das Royal Scottish National Orchestra, das Dallas Symphony Orchestra, das Orchestre de Paris, das Danish National Symphony Orchestra, das Gewandhausorchester Leipzig sowie die Rotterdam und Copenhagen Philharmonic Orchestras.
Zu ihren bisherigen Opernhöhepunkten zählen Fricka in Das Rheingold bei den Osterfestspielen Salzburg sowie die Strauss-Partien des Komponisten in Ariadne auf Naxos und des Octavian in Der Rosenkavalier in konzertanten bzw. halbszenischen Aufführungen an der Bayerischen Staatsoper und mit dem Tokyo Symphony Orchestra. Ihr Opernrepertoire umfasst außerdem Charlotte in Massenets Werther, Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel, Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro, Maddalena in Verdis Rigoletto, Nicklausse in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann sowie Nerone in Monteverdis L’incoronazione di Poppea. Sie gastierte an bedeutenden internationalen Opernhäusern und Festivals, darunter die Hamburgische Staatsoper, die Oper Köln, die Bergen National Opera und das Deutsche Nationaltheater Weimar. Bei den Salzburger Festspielen nahm sie am Young Singers Project unter Franz Welser-Möst teil; darüber hinaus war sie bei den Salzburger Pfingst- und Osterfestspielen, dem Edinburgh International Festival und dem Gstaad Festival zu erleben.
Ihre künstlerischen Partnerschaften verbinden langjährige Zusammenarbeit mit neuen musikalischen Begegnungen. Zu den Dirigenten, mit denen sie regelmäßig und erfolgreich zusammenarbeitet, zählen Kirill Petrenko, Semyon Bychkov, Fabio Luisi, Jakub Hrůša, Yannick Nézet-Séguin, Donald Runnicles, Jaap van Zweden, Ádám Fischer, Elias Grandy, Tarmo Peltokoski und Jonathan Nott.
Ein wichtiger Bestandteil ihres künstlerischen Schaffens ist auch das Lied. Catriona Morison ist regelmäßig im internationalen Liedgeschehen präsent und gastiert an renommierten Häusern wie der Wigmore Hall, dem Musikverein und dem Konzerthaus Wien, dem Utzon Room des Sydney Opera House, der Hamburger Elbphilharmonie, der Kölner Philharmonie und dem Concertgebouw Amsterdam. Zu ihren Festivalauftritten zählen der Heidelberger Frühling, das Edinburgh International Festival, Leeds Lieder, das Oxford Lieder Festival, die Schubertiade Hohenems und die Schubertíada Vilabertran. Ihr erstes Soloalbum The Dark Night Has Vanished erschien 2021 bei Linn Records; das Duettalbum ECHOES wurde 2024 bei AVI veröffentlicht.
In Edinburgh in eine Musikerfamilie geboren, schloss Catriona Morison ihr Studium am Royal Conservatoire of Scotland mit Auszeichnung ab. Ihre Karriere begann sie als Ensemblemitglied an der Oper Wuppertal, wo sie ihr Repertoire um zahlreiche zentrale Partien für lyrischen Mezzosopran erweiterte. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie 2017, als sie beim renommierten Wettbewerb BBC Cardiff Singer of the World sowohl den Hauptpreis als auch den Liedpreis gewann.


