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Christof Fischesser wuchs in einer musikalischen Familie auf, erhielt früh Instrumentalunterricht und sammelte bereits in jungen Jahren erste Bühnenerfahrungen in Chören und Ensembles. Sein Gesangsstudium absolvierte er bei Prof. Martin Gründler an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Im Jahr 2000 wurde er mit dem 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin ausgezeichnet.

Nach Engagements am Badischen Staatstheater Karlsruhe, an der Staatsoper Unter den Linden Berlin (ab 2004) und am Opernhaus Zürich (2012–2015) entwickelte sich Christof Fischesser zu einem der profiliertesten Bassisten seiner Generation.

In der Saison 2026/27 eröffnet er seine Spielzeit als Landgraf Hermann in Wagners Tannhäuser am Opernhaus Zürich. An der Wiener Staatsoper ist er als Gurnemanz in Parsifal und Pogner in Die Meistersinger von Nürnberg zu erleben. Beim Maggio Musicale Fiorentino übernimmt er die Partie des Orest in Strauss’ Elektra. Im Konzertbereich stehen Beethovens Missa solemnis mit Fabio Luisi in Rom und mit Paavo Järvi in Zürich sowie Verdis Messa da Requiem mit dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig unter der Leitung von Dennis Russell Davies auf dem Programm.

Sein Repertoire umfasst die zentralen Basspartien des deutsch- und italienischsprachigen Musiktheaters. Zu seinen herausragenden Rollen zählen Baron Ochs in Der Rosenkavalier, König Marke in Tristan und Isolde, Hunding in Die Walküre, Orest in Elektra, Rocco in Fidelio, Gurnemanz in Parsifal, Pogner in Die Meistersinger von Nürnberg und Blaubart in Herzog Blaubarts Burg sowie Partien wie Sir Giorgio in I Puritani, Fiesco in Simon Boccanegra, Banco in Macbeth, Conte di Walter in Luisa Miller und Mephisto in Gounods Faust. Gastspiele führten ihn an bedeutende Bühnen wie die Wiener Staatsoper, das Royal Opera House Covent Garden in London, die Opéra national de Paris, das Teatro Real Madrid, die Bayerische Staatsoper München, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Semperoper Dresden, die Opéra de Lyon und die Lyric Opera of Chicago sowie an die Opernhäuser von Amsterdam, Antwerpen, Basel, Kopenhagen und Stockholm.

Er war Gast der Salzburger Festspiele, des Festival d’Aix-en-Provence und der Bregenzer Festspiele, wo er als Kaspar in Philipp Stölzls Inszenierung von Webers Der Freischütz auf der Seebühne auftrat.

Auch im Konzertfach ist Christof Fischesser international etabliert. Sein Repertoire reicht von Janáčeks Glagolitischer Messe über Beethovens Missa solemnis und 9. Sinfonie, Bachs Passionen, Händels Messiah, Haydns Die Schöpfung, Verdis Messa da Requiem und Mendelssohns Elias bis zu Brahms’ Vier ernste Gesänge und Mahlers 8. Sinfonie. Er arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Bernard Haitink, Daniel Barenboim, Kent Nagano, Antonio Pappano, Philippe Jordan, Yannick Nézet-Séguin, Kirill Petrenko und Fabio Luisi zusammen.

Seine künstlerische Arbeit ist in zahlreichen CD- und DVD-Produktionen dokumentiert, darunter Beethovens Fidelio mit Claudio Abbado, Massenets Manon mit Daniel Barenboim und Wagners Lohengrin mit Kent Nagano.