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Geboren in Straubing, studierte Gerold Huber als Stipendiat an der Hochschule für Musik und Theater München Klavier bei Friedemann Berger und besuchte die Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. 1998 erhielt er gemeinsam mit dem Bariton Christian Gerhaher, mit dem er bereits seit Schülertagen ein festes Lied-Duo bildet, den Prix International Pro Musicis in Paris/New York, dem zahlreiche weitere Auszeichnungen folgten. Im Juli 2026 wurde Gerold Huber mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die internationale Liedkunst sowie seines langjährigen Engagements für die Förderung des musikalischen Nachwuchses.

Gerold Huber zählt zu den international gefragtesten Liedpianisten seiner Generation. Sein Klavierspiel zeichnet sich durch außergewöhnlichen Tiefgang, Ausdruckskraft und stilistische Sensibilität aus. Er ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg, den Salzburger Festspielen, den Münchner Opernfestspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Rheingau Musik Festival oder dem Festival d’Aix-en-Provence. Darüber hinaus konzertiert er in bedeutenden Sälen wie der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus und Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, dem Lincoln Center, der Park Avenue Armory und der Carnegie Hall in New York, dem Teatro de la Zarzuela in Madrid sowie den Konzerthäusern in Dortmund, Essen, Baden-Baden und dem Großen Festspielhaus Salzburg.

Zu seinen regelmäßigen künstlerischen Partnerinnen und Partnern zählen Christiane Karg, Julia Kleiter, Christina Landshamer, Anna Lucia Richter, Michael Nagy, Maximilian Schmitt, Martin Mitterrutzner, Julian Prégardien, Günther Groissböck, Georg Zeppenfeld, Tareq Nazmi, Franz-Josef Selig, Jonas Müller und Alexander Grassauer. Als Kammermusiker konzertierte er unter anderem mit dem Artemis Quartett und arbeitet regelmäßig mit dem Henschel Quartett, dem Trompeter Reinhold Friedrich sowie dem Cellisten Maximilian Hornung zusammen.

Als Solist widmet sich Gerold Huber vor allem den Werken Johann Sebastian Bachs, Ludwig van Beethovens, Johannes Brahms’ und Franz Schuberts. Konzertreisen führten ihn unter anderem in die Münchner Residenz, an das Théâtre Municipal de Romans in Frankreich, zum Kultursommer Kassel sowie zum New Zealand Festival in Wellington.

Neben zwei Solo-CDs mit Werken von Beethoven und Schumann liegt eine umfangreiche, vielfach preisgekrönte Diskographie mit Christian Gerhaher vor. Die Jurybegründungen würdigen immer wieder die außergewöhnliche künstlerische Symbiose dieses Liedduos. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Einspielungen mit Günther Groissböck, Bernarda Fink, Ruth Ziesak, Maximilian Schmitt, Christina Landshamer sowie Franz-Josef Selig.

Im September 2021 erschien die Gesamtedition Alle Lieder von Robert Schumann, an der Gerold Huber gemeinsam mit Christian Gerhaher über viele Jahre gearbeitet hat – eine Koproduktion von Sony Classical, dem Heidelberger Liedzentrum und dem Bayerischen Rundfunk. Es folgten die Aufnahme von Gustav Mahlers Das Lied von der Erde in der Klavierfassung mit Piotr Beczała und Christian Gerhaher (Sony Classical, 2023) sowie zuletzt eine Einspielung mit Liedern von Johannes Brahms.

Gerold Huber ist zudem ein international geschätzter Pädagoge. Er gibt regelmäßig Meisterkurse, unter anderem an der Yale University, beim Aldeburgh Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen sowie im Rahmen der Schubert-Woche im Pierre Boulez Saal in Berlin. Seit 2013 ist er Professor für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Würzburg. Im März 2022 folgte – gemeinsam mit Christian Gerhaher – der Ruf auf dieselbe Professur an die Hochschule für Musik und Theater München.