Inmitten der Bergwelt Südtirols, im ladinischen Dorf La Val, nahm die musikalische Reise von Bariton Andrè Schuen ihren Anfang. Dreisprachig mit Ladinisch, Italienisch und Deutsch aufgewachsen, spiegelt sich diese Vielseitigkeit in einem Repertoire wider, das vom deutschen Lied bis zu den großen Opern- und Konzertpartien seines Fachs reicht. Seine Laufbahn begann er zunächst als Cellist, bevor er sich für ein Gesangsstudium am renommierten Mozarteum Salzburg entschied, wo er von Prof. Horiana Brănișteanu und Prof. Wolfgang Holzmair geprägt wurde. Nach seinem Abschluss war er Ensemblemitglied der Oper Graz – heute ist er auf den bedeutenden Opern-, Konzert- und Liedbühnen weltweit zu Hause.
Die Saison 2026/27 ist geprägt von einer starken Präsenz auf der Opernbühne. Bei den Festtagen der Staatsoper Unter den Linden kehrt Andrè Schuen als Wolfram in Wagners Tannhäuser zurück, diesmal unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Anschließend gibt er an der Wiener Staatsoper sein Rollendebüt als Frank/Fritz in Korngolds Die tote Stadt. Am Teatro Real Madrid verkörpert er erneut den Wolfram in einer Neuproduktion von Tannhäuser in der Regie von David Hermann und unter der musikalischen Leitung von Gustavo Gimeno.
Einen weiteren Schwerpunkt der Saison bildet sein Porträt im Wiener Konzerthaus, das sich mit acht Konzerten durch die Spielzeit zieht und die Bandbreite seines Repertoires widerspiegelt. Zum Auftakt gibt Andrè Schuen im November gemeinsam mit Nikola Hillebrand und Julius Drake einen Lied- und Arienabend, anschließend ist er mit den Wiener Symphonikern unter Petr Popelka mit Mahler-Liedern zu erleben. Zum Jahreswechsel folgt Beethovens Neunte Symphonie mit den Wiener Symphonikern unter Manfred Honeck. Im Februar interpretiert er gemeinsam mit seinem langjährigen Liedpartner Daniel Heide Schuberts Winterreise; den Abschluss des Porträts bildet im Juni Brittens War Requiem mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und der Wiener Singakademie unter Marin Alsop.
Auch international ist Andrè Schuen in der aktuellen Saison auf dem Konzertpodium präsent. Im Januar interpretiert er Mahlers Rückert-Lieder mit dem NHK Symphony Orchestra unter Antonello Manacorda in Tokio; später in der Saison bringt er das Werk in Winterthur gemeinsam mit dem Musikkollegium Winterthur unter Roberto González-Monjas zur Aufführung.
Als Opernsänger ist Andrè Schuen regelmäßig an renommierten Häusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden, dem Teatro Real Madrid und der Mailänder Scala sowie bei den Salzburger Festspielen zu Gast.
Ebenso prägend für sein künstlerisches Profil ist der Liedgesang. Mit dem Pianisten Daniel Heide tritt er regelmäßig in den bedeutenden Liedzentren weltweit auf. Schuberts große Liederzyklen nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein, zugleich reicht sein Repertoire von Schumann, Brahms, Wolf und Mahler bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Thomas Larcher.
Die enge Zusammenarbeit mit Daniel Heide ist auch in einer umfangreichen Diskografie dokumentiert. Ihre Einspielung von Schuberts Winterreise (Deutsche Grammophon) wurde 2026 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet. Im Oktober 2026 erscheint bei CAvi ein neues gemeinsames Album mit ausgewählten Liedern von Gustav Mahler.
29. August 2026 - 18:30 Salzburg, Großes Festspielhaus Salzburg Wolfgang Amadeus Mozart: Così fan tutte KV 588 |
30. September 2026 - 19:30 Weimar, Der lyrische Salon | Liederabend auf Schloss Ettersburg Robert Schumann: Liederkreis, op. 24 |
HIGHLIGHTS 2023/2024