Portrait Tareq Nazmi

Tareq Nazmi

Bass
© Marco Borggreve
General Management

Der Bassist Tareq Nazmi studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Edith Wiens und Christian Gerhaher und wurde privat von Hartmut Elbert unterrichtet. Seine Karriere begann im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, der er bis 2016 als Ensemblemitglied angehörte. Seither hat er sich mit eindrucksvollen Rollenporträts als einer der gefragtesten Sänger seines Fachs auf den internationalen Bühnen etabliert.

Zu den prägenden Stationen seiner Laufbahn zählen Sarastro (Die Zauberflöte), König Heinrich (Lohengrin), Alvise (La Gioconda), Banquo (Macbeth), Ferrando (Il trovatore), Komtur (Don Giovanni), Zaccaria (Nabucco), König Marke (Tristan und Isolde), Oroveso (Norma) und Gremin (Eugen Onegin) u. a. bei den Salzburger Festspielen, an der Wiener Staatsoper und dem Theater an der Wien, an der Bayerischen Staatsoper und beim Tokyo Spring Festival, am Grand Théâtre de Genève, an der Staatsoper Unter den Linden sowie an der Semperoper. Die Partie des Gurnemanz (Parsifal), die er bereits in Genf, Tokio und an der Bayerischen Staatsoper gestaltete, gehört inzwischen zu seinen Schlüsselrollen und führt ihn in der Saison 2026/27 erneut an die Bayerische Staatsoper. Zu den Höhepunkten der aktuellen Spielzeit zählen sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Landgraf Hermann in Tannhäuser, eine Neuproduktion von Ponchiellis La Gioconda am Royal Opera House in London sowie Daland (Der fliegende Holländer) und Filippo II (Don Carlo) an der Deutschen Oper Berlin. Darüber hinaus kehrt er als Rocco (Fidelio) an die Wiener Staatsoper zurück.

Auch auf dem Konzertpodium ist Tareq Nazmi ein international gefragter Solist mit einem Repertoire von Bach über Brahms bis Mahler. In der Saison 2026/27 ist er unter anderem mit Mozarts Requiem bei den Salzburger Festspielen und in der Tonhalle Zürich zu hören. Außerdem stehen Beethovens Missa solemnis beim SWR sowie dessen 9. Sinfonie in London auf dem Programm. In der Vergangenheit arbeitete er mit Spitzenorchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra sowie dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Dirigenten wie Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Franz Welser-Möst, Antonio Pappano, Andris Nelsons, Marek Janowski, Daniel Harding, Teodor Currentzis, Vladimir Jurowski, Joana Mallwitz, Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, John Eliot Gardiner und Manfred Honeck.

Auch als Liedsänger verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Gerold Huber, die das Duo u. a. zur Schubertiade Hohenems, in die Londoner Wigmore Hall sowie zum Tokyo Spring Festival führte.




8. September 2026 - 19:00

Berlin, Konzerthaus Berlin

Richard Wagner: Parsifal, Akt 3
-: Gala

Info & Tickets



24. Oktober 2026 - 19:30

Deutsche Oper Berlin

Richard Wagner: Der fliegende Holländer

Info & Tickets



28. Oktober 2026 - 18:00

Deutsche Oper Berlin

Richard Wagner: Der fliegende Holländer

Info & Tickets



  • [...] Tareq Nazmi, kurzfristig als König Heinrich eingesprungen, [besticht] mit messerscharfer Diktion. Zusammen mit Shenyang als markigem Heerrufer und dem [...] Chor der Nationaloper bietet er die eindrücklichste stimmliche Leistung des Abends.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung
    Marc Zitzmann: Lieben kann der Held, retten aber nicht, in: FAZ, 27.09.2023
  • "Tareq Nazmi als König Marke beeindruckend durch seine Hörbarkeit und seine gute Textverständlichkeit. Er verfügt über nahezu perfekte Phrasierung und Diktion. Und auch inhaltlich überzeugt Nazmi. Sein Marke ist gleichzeitig autoritär und hochemotional, gebieterisch und zutiefst menschlich. Die langen Monologe Markes gestaltet er auf intelligente Weise höchst abwechslungsreich."
  • "Im Gedächtnis bleiben somit einzelne Szenen: [...] der selten so erschütternde Auftritt König Markes, den Tareq Nazmi so gar nicht basspolternd, sondern mit edlen Kopfstimmenresonanzen als Klage eines tief verletzlichen und verletzten Mannes so unsentimental wie zu Herzen gehend gestaltet.“
  • „Eine ausgezeichnete Gesangsleistung vollbringt uneingeschränkt Tareq Nazmi als Gurnemanz, der die lange Partie weder balsamisch weich abschattiert noch altväterlich behutsam anlegt, sondern mit jungem, kräftigem Bass ohne jegliche Anstrengung souverän, gehaltvoll und ausdrucksstark interpretiert und diese Interpretation so in ihren Bann zieht.“
    Simply Classic
    Thomas Rauchenwald, Wagner ohne Fett: Adàm Fischer mit „Parsifal" bei den Münchner Opernfestspielen, Simply Classic, 23.7.2024
  • The best singer on stage was [...] Tareq Nazmi, also a late stand-in. His performance of the Confutatisseemed both perfect and perfectly natural. No artifice was required.
    The Telegraph
    Ivan Hewett: A wonderfully moving rendition of Verdi’s Requiem, plus the best of September’s classical concerts, in: The Telegraph, 22.09.2023
  • "Tareq Nazmi nutzt die Arie des Banco für vier Minuten voll strömenden Wohllauts."
  • "Durchwegs tadellos und mit durchdringendem Klang der Debütant Tareq Nazmi als König Heinrich: Er wirkt […] wie ein stoischer Erzähler, der mit allen anderen Solisten sehr gut harmoniert."
    Wiener Zeitung
    Sandra Fleck, “Spätes Klangfarbenglück - Wiederaufnahme von Richard Wagners Lohengrin in der Wiener Staatsoper”, in: Wiener Zeitung, 18. April 2023



Verena Vetter

Verena Vetter

Director
E-Mail
+49 89 44488792
Anne Bilodeau

Anne Bilodeau

E-Mail
Associate Artist Manager
+49 89 44488797