
Okka von der Damerau hat sich als eine der führenden Mezzosopranistinnen ihrer Generation etabliert. Ob in Rollen von Richard Wagner, Giuseppe Verdi oder in den Liedern Gustav Mahlers oder Arnold Schönbergs: Mit ihrem kraftvollen, nuancenreichen Mezzosopran und ihrer klaren, natürlichen Diktion erspürt die gebürtige Hamburgerin in jeder Figur den authentischen Ton, der sie mit ihrem Publikum verbindet.
In der Spielzeit 2026/27 wird Okka von der Damerau an der Deutschen Oper Berlin als Klytämnestra in Strauss‘ Elektra zu erleben sein, ihr Hausdebut als Fricka (Die Walküre) am Teatro Colón in Buenos Aires feiern, sowie als Erda (Das Rheingold) an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona und als Brangäne (Tristan und Isolde) an das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino zurückkehren.
Okka von der Damerau war einige Jahre Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und wurde vom Münchner Publikum u.a. als Waltraute (Götterdämmerung), Erda (Rheingold, Siegfried) und Charlotte (Die Soldaten / Bernd Alois Zimmermann) unter Kirill Petrenko, aber auch als Azucena (Il Trovatore) gefeiert.
Von München aus nahm ihre internationale Karriere Fahrt auf. Seit ihrem Debüt im Jahr 2015 war sie mehrfach an der Mailänder Scala zu erleben, zuletzt als Ježibaba in einer Neuproduktion von Rusalka und als Fricka in Neuproduktionen von Das Rheingold und Die Walküre. Darüber hinaus gehören Engagements an den wichtigsten internationalen Opernbühnen, wie zum Beispiel der Opéra national de Paris, der Wiener Staatsoper, dem Teatro di San Carlo Neapel, dem Teatro Real in Madrid, Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Lyric Opera of Chicago, die Staatsoper Hamburg, der Semperoper Dresden und bei den Bayreuther Festspielen zum festen Bestandteil ihres Kalenders.
Eine zentrale Partie ihres umfangreichen Repertoires ist Brangäne (Tristan und Isolde), die sie 2017 – von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert – unter Simone Young an der Bayerischen Staatsoper debütierte. In einer Neuproduktion stand sie in München 2021 erneut mit dieser Partie auf der Bühne, dieses Mal unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko. Gustavo Dudamel leitete ihre Auftritte als Brangäne in Peter Sellars & Bill Violas The Tristan Project an der Pariser Bastille und mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra. Am Teatro di San Carlo war sie ebenfalls als Brangäne zu erleben.
Okka von der Damerau gab in der jüngeren Vergangenheit einige vielbeachtete Rollendebüts. Als Brünnhilde (Die Walküre) war sie erstmals an der Staatsoper Stuttgart unter der Leitung von Cornelius Meister und anschließend am Teatro San Carlo in Neapel unter Leitung von Dan Ettinger zu erleben. Die Titelpartie in Strauss‘ Ariadne auf Naxossang sie mit überwältigendem Erfolg an der der Bayerischen Staatsoper, wo sie ebenfalls die Venus (Tannhäuser) debütierten konnte. Ortrud (Lohengrin) sang sie in Stuttgart, Hamburg und Barcelona.
Auch das Konzertfach bildet einen wichtigen Baustein ihres künstlerischen Schaffens, so singt sie in dieser Saison Mahlers 2. Sinfonie beim Tsinadali Festival und mit dem DSO Berlin in der Berliner Philharmonie, Mahlers Das Lied von der Erde mit den Bochumer Sinfonikern, Mahlers 3. Sinfonie mit dem Mozarteum Orchester in Salzburg und Beethovens Missa Solemnis in Krakow und Warschau.
Okka von der Damerau arbeitet mit dem Chicago Symphony Orchestra, den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, der Berliner Staatskapelle und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia (zuletzt als Fricka in Die Walküre unter Daniel Harding) und dem KBS Symphony Orchestra Seoul. 2018 gab die Mezzosopranistin als Brangäne ihr Debüt beim Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst.
Weitere wichtige Konzertengagements führten sie zum Beispiel mit Lili Boulangers Psalm CXXX unter Edward Gardner ans Concertgebouw Amsterdam oder mit Mahlers Kindertotenliedern unter dem Dirigat von Daniel Barenboim an die Salzburger Festspiele. 2024 wurde sie vom Tokyo Spring Festival eingeladen Buckners Messe Nr. 3 zu singen und kehrte 2026 mit Schönbergs Gurreliedern (als Waldtaube) und als Mary (Der fliegende Holländer) nach Tokyo zurück. Mit den Gurreliedern war sie auch an der Mailänder Scala zu Gast. Mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin sang sie kürzlich Das Lied von der Erde, Mahlers 2. Sinfonie mit der Tschechischen Philharmonie, sowie dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra unter Karina Canellakis. Mit Mahlers 3. Sinfonie war sie mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra zu hören. Ihr umfassendes Konzertrepertoire beinhaltet darüber hinaus auch Beethovens Missa Solemnis, Mahlers Rückertlieder, Verdis Messa da Requiem und viele andere Werke.
Mit großer Leidenschaft widmet sich Okka von der Damerau dem Liedgesang. In ihrem aktuellen Rezitalprogramm, das sie auch im Rahmen des Tokyo Spring Festivals 2024 in einem vom Publikum sehr begeistert aufgenommenen Liederabend gab, interpretiert sie Lieder von Johannes Brahms, Gustav Mahler, Alban Berg sowie Richard Wagners Wesendoncklieder.
Hochgelobt wurde ihre 2017 erschienene Einspielung von Frank Martins Liedzyklus Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke mit der Philharmonia Zürich unter Fabio Luisi.
Okka von der Damerau wurde mit dem Sonderpreis der Jury beim Internationalen Gesangswettbewerb für Wagnerstimmen in Venedig 2006 ausgezeichnet. 2013 erhielt sie den Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele.
9. September 2026 - 19:00 Tsinandali, Tsinandali Amphitheatre Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2 c-moll (Auferstehung) |
11. September 2026 - 12:00 Tsinandali, Tsinadali Chamber Music Hall Recital mit Chen Reiss und Julien Quentin |
24. September 2026 - 20:00 Anneliese Brost Musikforum Ruhr Gustav Mahler: Das Lied von der Erde |
HIGHLIGHTS 2023/2024